
WFT Sen Sea 6 Multirolle LH

Penn Warfare Star Drag Multirolle

Penn Warfare Level Wind Multirolle

Penn Warfare Level Wind Multirolle

Penn Rival Level Wind Multirolle

WFT Line Counter Multirolle, Norwegen

Penn Mag4 515 Multirolle

WFT Offshore LD 40 Multirolle

Penn Squall II Lever Drag Multirolle

Penn Fathom II 10XN Multirolle

Full Metal Jig SD-4001LH Multirolle links

Penn Squall Lever Drag Multirolle

Penn Fathom II Lever Drag Multirolle

Penn Warfare Level Wind Multirolle

Penn Warfare Star Drag Multirolle

Penn Squall II Level Wind Multirolle

Penn Fathom II Star Drag Multirolle

Balzer 71° Nord 5200 Multirolle links

Penn Rival Level Wind Multirolle

Sougayilang Trolling-Rolle Level Wind

Grayton Titan-XH HS Multirolle, Links

Penn Warfare Multirolle, Boot/Kajak

Ultimate Bluecore Multi 70 Meeresrolle, RH

Penn Rival Level Wind Multirolle, Boot

Sougayilang Trolling-Rolle, Level Wind

Shimano Tyrnos II Multirolle, Big Game

Dam Quick 4 SD Multirolle, 30 LHLWLC

Abu Garcia Ambassadeur C3 Multirolle

Daiwa Tanacom 500, elektrische Meeresrolle

Penn Warfare Multirolle, Boot/Kajak

Penn Fathom II Star Drag Multirolle

WFT Line Counter 865 Multirolle, Links

Abu Garcia Alphamar LC Multirolle

Okuma Convector Multirolle, Schnurzähler links

Daiwa Sealine 30LWLA Multirolle

Sougayilang Multirolle mit Schnurzähler
Multirollen: Das Wichtigste für die Wahl auf einen Blick
Eine Multirolle ist kein pauschales Upgrade, sondern ein Werkzeug für bestimmte Methoden. Entscheide zuerst, ob du Kunstköder auswerfen, schwere Montagen vom Boot ablassen, schleppen oder in großer Tiefe fischen willst. Zur Einordnung der Bauarten innerhalb aller Angelrollen lohnt sich der Blick auf Spule, Bremse und Schnurkapazität – nicht allein auf eine hohe Übersetzung.
- Bei einer Multirolle dreht sich die Spule beim Auswerfen und Einholen; das unterscheidet sie grundlegend von der Stationärrolle.
- Wurf-Multis und Baitcaster sind für ausgeworfene Kunstköder gedacht, große Multirollen für Boot, Meer, Schleppfischen und Tiefe.
- Eine Baitcaster verlangt beim Werfen Übung. Für leichte Köder und universelles Spinnfischen bleibt eine Stationärrolle oft praktischer.
- Schnurfassung, Bremse, Übersetzung, Kurbelhand, Rute und Schnur müssen als Kombination zur Angelmethode passen.
Was ist eine Multirolle und wie funktioniert sie?
Die Multirolle wird auch Multiplikatorrolle genannt. Ihre Spule dreht sich sowohl beim Auswerfen als auch beim Einholen. Über Kurbel und Getriebe kann sie sich dabei pro Kurbelumdrehung mehrfach drehen. Die Schnur läuft direkt von der Spule zur Rute und zurück; ein Bügel und ein Schnurlaufröllchen wie bei einer Stationärrolle fehlen.Stationärrollen arbeiten dagegen mit einer feststehenden Spule und einer rotierenden Schnurverlegung.
- Multirolle
- Eine Angelrolle mit rotierender Spule. Das Getriebe überträgt die Kurbelbewegung direkt auf die Spule. Dadurch entsteht ein unmittelbarer Kontakt zu Köder und Montage, ohne dass die Schnur über Bügel und Schnurlaufröllchen umgelenkt wird. Dieser Aufbau macht die Rolle jedoch nicht automatisch für jede Angeltechnik geeigneter.
Der direkte Schnurverlauf ist eine konstruktive Stärke – die passende Abstimmung und Wurftechnik bleiben entscheidend.
Bauformen im Überblick: Welche Multirolle für welchen Einsatz?
Unter dem Begriff Multirollen stecken deutlich verschiedene Bauformen. Kompakte Baitcaster sind Wurfrollen fürs Spinnfischen; große runde Rollen sind überwiegend für Boot und Meer ausgelegt. Für schwere Boots- und Meeresmontagen braucht es außerdem eine dazu passende Bootsrute.
| Merkmal | Low-Profile-Baitcaster | Runde Wurf-Multi | Trolling-/Bootsrolle | Lever-Drag-/Big-Game-Rolle | Elektrorolle |
|---|---|---|---|---|---|
| Typischer Einsatz | Spinnfischen mit Kunstködern | Kräftige Wurftechniken und größere Köder | Boot, Trolling und Ablassen | Schwere Meeres- und Big-Game-Montagen | Schwere Montagen aus großer Tiefe einholen |
| Wurfbedarf | Ja, mit kontrollierter Spule | Ja, abhängig von Auslegung | Meist nein | Meist nein | Nein |
| Schnurfassung | Auf Wurfgewicht und Distanz abgestimmt | Mittlere bis höhere Reserve | Hoch für Tiefe und Schleppstrecke | Hoch für starke Fische und große Tiefe | An Tiefe und schwere Montage angepasst |
| Typische Bremse | Kampfbremse plus Wurfkontrolle | Kampfbremse plus Wurfkontrolle | Kampfbremse | Schiebebremse | Kampfbremse, motorische Einholhilfe |
| Sinnvolle Zusatzfunktion | Magnet- oder Fliehkraftbremse | Kontrollierbare Wurfbremse | Schnurzähler möglich | Belastbare Konstruktion | Tiefenanzeige je nach Ausführung |
Multirolle oder Stationärrolle? Stärken, Grenzen und passende Situationen
Beim Spinnfischen entscheidet nicht das Rollenprinzip allein. Eine Multirolle bietet einen direkten Schnurverlauf und kann bei Jerkbaits, größeren Gummiködern, Vertikaltechniken sowie Bootseinsätzen sehr stimmig sein. Für unkomplizierte erste Würfe, leichte Köder und wechselnde Montagen ist eine Stationärrolle häufig leichter zu beherrschen. Auch die passende Spinnrute bestimmt, wie ausgewogen die Kombination in der Hand liegt.
Multirolle im praktischen Vergleich
- Direkter Schnurverlauf ohne Bügel und Schnurlaufröllchen.
- Bei passenden Ködern präzise Kontrolle über Spule und Auswurf.
- Belastbare Bauformen für Schlepp-, Boots- und Meeresangeln verfügbar.
- Kompakte Baitcaster passen gut zu aktiven Spinnfisch-Techniken.
- Die rotierende Spule muss beim Wurf kontrolliert werden.
- Dreht die Spule schneller als der Köder Schnur abzieht, entsteht eine Perücke.
- Leichte Köder und unpassende Ruten-Schnur-Kombinationen erhöhen den Lernaufwand.
- Nicht jede große Multirolle ist zum weiten Auswerfen konstruiert.
Für Hecht und Zander mit kräftigen Kunstködern kann eine Baitcaster sinnvoll sein, wenn Rute, Ködergewicht und Einstellung stimmen. Wer erst die Köderführung lernen möchte oder häufig sehr leicht fischt, gewinnt mit der Stationärrolle oft schneller verlässliche Würfe.
Multirolle kaufen: Diese Kriterien müssen zusammenpassen
Kaufe die Rolle nicht losgelöst von der übrigen Montage. Die richtige Größe ergibt sich aus Methode, Gewicht, Tiefe und Schnur. Besonders wichtig ist die Schnurfassung: Sie nennt die Schnurlänge immer in Beziehung zur Schnurstärke. Wähle die Angelschnur daher vor dem endgültigen Abgleich von Rolle und Einsatz.
- Angeltechnik festlegen: Auswerfen mit Kunstködern, Vertikalangeln, Trolling, Naturköder vom Boot oder Tiefenfischerei verlangen unterschiedliche Rollen.
- Köder- und Montagegewicht mit dem vorgesehenen Wurfbereich der Rute abstimmen. Eine Wurf-Multi soll den Köder kontrollierbar beschleunigen können.
- Schnurfassung als Länge plus Durchmesser lesen. Für Tiefe, Schleppdistanz und Fluchtreserven muss genügend Schnur auf die Spule passen.
- Übersetzung und Schnureinzug getrennt betrachten: Die Übersetzung beschreibt Spulenumdrehungen pro Kurbelumdrehung; Spulendurchmesser und Füllstand beeinflussen den realen Einzug zusätzlich.
- Kurbelhand bewusst wählen: Linkshand und Rechtshand bezeichnen ausschließlich die Hand an der Kurbel, nicht deine dominante Hand.
- Rolle und Rute ausbalancieren. Ein stabiles Gehäuse ist bei Belastung wichtig, zu viel Gewicht ermüdet aber beim aktiven Werfen.
- Für Salzwasser nur eine ausdrücklich salzwassergeeignete Rolle wählen. Korrosionsbeständige Materialien und ein geschütztes Bremssystem sind dort relevant.
- Bei geflochtener Schnur die geringe Dehnung berücksichtigen und die Bremse besonders sorgfältig einstellen.
Geflochtene Schnur vermittelt Bisse und Köderkontakt sehr direkt, verzeiht aber eine zu straff eingestellte Bremse weniger. Mehr dazu bei geflochtenen Schnüren.
Bremsen, Freilauf und Schnurführung verständlich erklärt
Bei Multirollen erfüllen Bremsen verschiedene Aufgaben. Die Kampfbremse gibt im Drill kontrolliert Schnur frei. Ihre Bremskraft darf die maximale Tragkraft der verwendeten Schnur nicht überschreiten. Die Wurfbremse dagegen steuert ausschließlich die Spulendrehung beim Auswerfen einer geeigneten Wurf-Multi.
Kampfbremse: Sternrad oder Hebel
Eine Sternbremse wird über ein Sternrad neben der Kurbel verstellt. Die Schiebebremse, oft auch Lever Drag genannt, wird über einen Hebel bedient und erlaubt eine klar nachvollziehbare Veränderung des Bremswiderstands. Beide gehören zur Kampfbremse. Sie sind nicht dafür da, Perücken beim Wurf zu verhindern. Bei dehnbarer monofiler Schnur wirkt das Material im Drill zusätzlich dämpfend; die Bremse muss dennoch passend eingestellt sein.
Wurfkontrolle und Schnurverlegung
Mechanische Spulenbremse sowie Magnet- und Fliehkraftbremse begrenzen bei Wurfmultis das Überdrehen der Spule. Mehr Bremswirkung macht die Rotation kontrollierbarer, kostet aber Wurfweite. Eine automatische Schnurführung verlegt Schnur gleichmäßig auf der Spule. Bei sehr starken Belastungen großer Meeresfische sind Rollen ohne Schnurführung verbreitet, weil die Konstruktion auf diesen Einsatz ausgelegt ist.
Ein Freilauf gibt die Spule für Schnurabzug frei; die Rücklaufsperre verhindert das Rückdrehen der Kurbel. Ein Schnurzähler zeigt die ausgebrachte Schnurlänge an. Das hilft beim Trolling und beim wiederholten Fischen bestimmter Tiefen, ersetzt aber weder Aufmerksamkeit noch eine passende Montage.
Baitcaster und Wurf-Multi einstellen: Perücken beim Üben reduzieren
Eine Perücke entsteht, wenn die Spule schneller weiterdreht, als der Köder Schnur abzieht. Das ist kein Zeichen mangelnder Kraft, sondern ein Kontrollproblem. Übe zunächst an einem freien Platz und beginne nicht mit sehr leichten Ködern oder maximaler Wurfkraft. Eine passende Baitcastrute ist dafür ebenso wichtig wie der richtige Köder.
- Kombination vorbereitenRute, Rolle, Schnur und Ködergewicht müssen zueinander passen. Nutze zum Einstieg einen eher schweren, kompakten Köder innerhalb des vorgesehenen Wurfbereichs.
- Köder als Einstellgrundlage nehmenStelle die mechanische Spulenbremse und die Magnet- oder Fliehkraftbremse mit dem tatsächlich verwendeten Köder ein. Jede Änderung von Gewicht oder Köderform kann eine neue Einstellung verlangen.
- Mit hoher Wurfkontrolle startenWähle zunächst mehr Magnet- oder Fliehkraftbremsung. Die Spule dreht dann weniger frei und überdreht seltener. Erst mit sicherer Technik darf die Bremswirkung schrittweise sinken.
- Gleichmäßig werfenBeschleunige kontrolliert statt ruckartig. Ein sauberer, gleichmäßiger Wurf entlastet die Schnurverlegung und macht den Ablauf besser vorhersehbar.
- Spule mit dem Daumen sichernLege den Daumen leicht an die offene Spule. Kurz bevor der Köder aufkommt, bremst du sie ab. So verhinderst du, dass lose Schnur weiter von der Spule läuft.
- Bei Problemen systematisch korrigierenPrüfe zuerst Wurfbremse, Ködergewicht und Schnurverlegung. Die Kampfbremse hinter der Kurbel verändert nicht die Wurfkontrolle und löst keine Perücke.
Die Form und das Gewicht von Kunstködern beeinflussen den Schnurabzug deutlich. Stelle die Rolle deshalb nicht einmalig ein, sondern immer für die gerade gefischte Montage.
Boot, Trolling und große Tiefe: Ausstattung gezielt wählen
Beim Boots- und Meeresangeln wird die Multirolle meist nicht weit ausgeworfen, sondern kontrolliert abgelassen und unter Last eingeholt. Hohe Schnurfassung ist wichtig, wenn Tiefe, Montage und mögliche Fluchten Reserven verlangen. Eine belastbare Bootsrute trägt dazu bei, dass sich die Kräfte sinnvoll über die gesamte Kombination verteilen.
Schwere Pilker und andere Tiefenköder erhöhen die Belastung beim Ablassen und Einholen. Richte Schnurkapazität, Bremse und Rute daher auf die tatsächliche Tiefe und nicht nur auf den Zielfisch aus.
Rute und Schnur zur Multirolle abstimmen
Eine Multirolle funktioniert nur so gut wie die gesamte Montage. Bei Wurfmultis bestimmen Rutenbauart, Wurfgewicht, Schnurstärke und Köderform, wie kontrollierbar der Wurf wird. Eine beliebige Spinnrute ist keine sichere Lösung: Für die Baitcastrolle ist eine passende Baitcastrute vorgesehen, deren Beringung und Rollenhalter zum Schnurverlauf passen.
Geflochtene Schnüre haben wenig Dehnung und geben Köderkontakt sehr unmittelbar weiter. Das verlangt eine fein eingestellte Bremse, vor allem bei harten Fluchten. Monofile Schnur dehnt sich stärker und kann im Drill dämpfender wirken; sie eignet sich je nach Montage auch als Unterfütterung. Für schwere Meeresmontagen müssen Tragkraft und Fassung zur Tiefe, Strömung und Belastung passen.
Unpassende Kombinationen führen gerade beim Baitcasting zu Frust: Zu leichte Köder lassen die Spule schlecht kontrollierbar anlaufen, eine ungeeignete Rute erschwert den Wurf und falsch verlegte Schnur begünstigt Verwicklungen. Stimme deshalb zuerst die Grundmontage ab und passe anschließend die Wurfbremse an.
Typische Fehler mit der Multirolle vermeiden
Die meisten Probleme entstehen nicht durch einen einzelnen Defekt, sondern durch falsche Zuordnung: eine Wurfrolle für zu leichte Köder, zu wenig Schnurreserve in der Tiefe oder eine Bremse, die nicht zur Schnur passt. Weitere Bauarten findest du bei den Angelrollen.